Bildung und Wissenschaft sind zentrale Bestandteile einer erfolgreichen Gesamtpolitik eines Landes. Davon hängt auch der Erfolg der schweizerischen Unternehmen in der zunehmend wissensintensiven Weltwirtschaft ab. Sie sind auf hoch qualifizierte Arbeitskräfte mit ihrer Produktiv- und Innovationsfähigkeit angewiesen. Die Qualität des Schweizer Hochschulsystems ist somit ein wichtiger Standortfaktor – insbesondere für die innovativen pharmazeutischen Unternehmen, die sich in einem globalen Wissens- und Innovationswettbewerb behaupten müssen.
Die Schweizer Universitäten und Fachhochschulen sind gut aufgestellt und erzielen in Rankings oftmals Spitzenplätze. Die internationale Vernetzung und Anbindung ist für die Qualität der universitären Forschung und Lehre zentral. Gleichzeitig muss die Spezialisierung forciert werden, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können.
Obwohl sich die Zahl der Studienanfänger in den MINT-Fächern positiv entwickelt hat (die Zahlder Einsteiger bei der Informatik hat sich in den vergangenen zehn Jahren zum Beispiel mehr als verdoppelt), fehlen der Schweiz weiterhin vor allem Ingenieure und Informatiker. Auch die Anstrengungen, mehr Frauen für die MINT-Fächer zu begeistern, zeigen noch keinen einschneidenden Effekt. In der Informatik stagniert der Frauenanteil bei niedrigen 15 Prozent.
Horizon 2020
Die Einbettung der Schweizer Hochschulen in die europäische Forschungslandschaft muss auch in Zukunft sichergestellt werden, beispielsweise mit Horizon 2020, das zum Ende des Jahres 2020 ausläuft. Im Rahmen von Horizon 2020 bekam die Schweiz bis 2019 mehr als eine Milliarde Franken aus dem europäischen Forschungsfonds zugesprochen, und mehr als 600 europäische Stipendien wurden an Forschende in der Schweiz vergeben. Für die Hochschulen in der Schweiz wäre es ein klarer Wettbewerbsnachteil, wenn sie nicht am Nachfolgeprogramm von Horizon 2020 teilnehmen können.
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